Tiefenpsychologie
Dr. med. Sabine Schapals
Was bedeutet Tiefenpsychologie
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie hat sich aus der Psychoanalyse entwickelt. Zentral ist, neben der Arbeit mit aktuellen Problemstellungen, das Aufarbeiten von unbewussten Konflikten der Vergangenheit, die durch negative Erfahrungen oder Erlebnisse in der individuellen Lebensgeschichte entstanden sind. Die Methode ist zielorientiert und bezieht das Unbewusste mit ein. Während der Therapie geht es unter anderem darum diesen Konflikt bewusst zu machen und konstruktiv zu bearbeiten.
„Wir glauben Erfahrungen zu machen, aber Erfahrungen machen uns.“ Eugène Ionescu
Im Mittelpunkt stehen Beziehungen, also sowohl die Erfahrungen mit Bezugspersonen der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Neben der Sprache, ist es mir wichtig, die Sitzungen erlebnis-erfahrens-orientiert zu gestalten, wobei die Gefühle, die auch im Körper spürbar sind, mit einbezogen werden.
„Kein Mensch weiß, was in ihm schlummert und zutage kommt, wenn sein Schicksal anfängt ihm über den Kopf zu wachsen."
Marie von Ebner-Eschenbach
Wie wirkt Psychotherapie
Die Wirkung erfolgreich psychotherapeutischer Behandlungen auf unterschiedliche Gehirnregionen - und somit eine "Materialisierung" von psychischen Prozessen im Gehirn - konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Speziell bei depressiven Erkrankungen konnte gezeigt werden dass sich zerebrale, also hirnstrukturelle Veränderungen in bestimmten Hirnarealen ergaben. Diese Veränderungen werden durch das innere emotionale Erleben, welches in der therapeutischen Arbeitsbeziehung versprachlicht wird, bewirkt. Die Bewältigung von Problemen und Konflikten mithilfe der Psychotherapie, z. B. durch korrigierende Erfahrungen und Nachreifung, die sich in hirnstrukturellen Veränderungen nachweisen, zeigen Auswirkungen auf den gesamten Organismus.
„Der Mensch bedarf des Menschen, um ein Mensch zu werden.“ Johannes R. Becher
